Bretagne Herbst 2019

25.09.2019

Mit dem Mont-Saint_Michel haben wir die Grenze zur Bretagne überschritten. Auf dem Weg nach Saint-Malo nächtigen wir in Dol-de-Bretagne und staunen dort über die imposante Kathedrale.

01.10.2019

Wir sind nun schon seit einigen Tagen in der Bretagne und überlegen uns, was diese Gegend für uns so charakteristisch macht. Das erste, was uns einfällt, sind die vielen Buchten, die sich in relativ kurzen Abständen aneinanderreihen. Meist in Verbindung mit teilweise atemberaubend schönen Steilküsten. Bei unseren kleinen Wanderungen wird uns deutlich, wie unterschiedlich und stark die Vegetation dort ist. Dominant sind Farn, bordeautrotes Heidekraut und Brombeeren. Und dazwischen tummeln sich unzählige Langohren, die im weichen sandigen Boden ein leichtes Spiel haben, ihre Behausungen zu bauen.

Tja und dann sind da natürlich noch die Franzosen mit ihrer Leidenschaft für Austern. Vor allem an den Wochenenden besiedeln sie mit ihren Wohnmobilen die Stellplätze am Meer. Und nicht selten haben wir den Eindruck, sie kommen extra, um sich dort mit dieser meeresfrischen Spezialität zu versorgen.

Kaum ist die Ebbe da, geht es bewaffnet mit Hacken, Stöcken und Eimerchen los ins Watt.

Wir wollten da natürlich auch mitreden können und haben uns zweimal wohlwollend an dieser „Köstlichkeit“ versucht. Vielleicht wird auch noch ein drittel Mal daraus, aber der Wow-Effekt blieb aus und wir haben beschlossen, das den Franzosen zu überlassen.

07.10.2019

Wir versuchen meist so nah wie möglich an der Küste entlang zu fahren. An der Cote de Granit Rose bewundern wir deren rotes Gestein und entlang der Cote des Legendes staunen wir über deren bizarre Schroffheit. Mit dem Pointe de Corsen haben wir nun den westlichsten Punkt des französischen Festlandes erreicht. Das Ende der Welt soll diese Gegend hier sein. Genau dort fühlen wir uns auch hin versetzt, bei dem momentan schlechten Wetter. Vom Parkplatz aus sehen wir nicht mal das 40m entfernte Meer. So bleibt uns nichts anderey übrig als im Sprinter zu sitzen und die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.

Folgende beide Fotos sind wie unsere Reise durch die Bretagne.

Unspektakulär, schön und fast ohne Unterschied. Wir fühlen uns hier wie Zuhause. Fast jeder Tag ist wie der andere. Beinahe wie gewohnt. Hier ist alles sauber, geregelt und geordnet. Wir stehen morgens auf und lassen uns Zeit. Gehen mit den Hunden spazieren. Frühstücken gemütlich. Fahren irgendwo hin, um etwas Nettes zu besichtigen. Gehen zum nächsten Bäcker oder in den Supermarkt. Dort gibt es gewohnt gute und bekannte Ware. Wir fahren Fahrrad. Kochen uns was Feines oder gehen zur Abwechslung auch mal Essen. Alles wie daheim, nur viel, viel schöner, entspannter und sorgenfreier. So könnte es ewig weitergehen.

Nur eines fehlt hier, zumindest ab und zu: das Spektakuläre, die Weite, die offenen und einfachen Menschen sowie deren Gastfreundschaft, die Berge und Flüsse, das etwas andere Essen, die Offroadstrecken, das wilde Campen, einfach das Abenteuer. Ich habe Sehnsucht nach Albanien …

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