Die Reise beginnt

Samstag, den 06.05.2017 14:10 Uhr. Endlich, mit ein paar Stunden Verspätung, starten wir mit 6846 km die lang ersehnte Reise Richtung Spanien. Fünf Wochen voller neuer Eindrücke und Abenteuer. An Bord sind Peter, unsere beiden Hunde Lilli und Claire und ich.

Da wir etwas später dran sind als geplant, haben wir uns für heute eine Strecke von ungefähr 300km vorgenommen. Wir haben also genügend Zeit! Bis auf den üblichen Stau bei Pforzheim läuft alles ganz gut. Als wir dann aber kurz vor Strassburg unsere erste Kaffeepause machen, holt uns der Regen ein und verlässt uns auch so schnell nicht wieder. Kurz hinter Mühlhausen ist unser erstes Etappenziel erreicht. Das Regengeprassel auf dem Womodach ist eine wunderbare Einschlafhilfe und wir sind sofort im Land der Träume.

Spanien 2017 07.05

Am nächsten Morgen rollen wir weiter Richtung Auvergne. Immer noch begleitet vom gewohnten Geprassel. Nachmittags erreichen wir den Ort Murat, mit dem uns ein altes Bauernhaus verbindet, das wir dort vor vielen Jahren bei einer Wanderung entdeckten. Leider stand es damals nicht zum Verkauf. Wir wollten unbedingt wissen, ob wir es wiederfinden und was aus ihm geworden ist. Aber wie es sich herausstellte, hat sich mit den Jahren dort so viel verändert, daß unser Vorhaben leider gescheitert ist, wir konnten es nirgends mehr entdecken.

Am nächsten Tag ist unser neues Ziel Millau. Peter will sich unbedingt ein beeindruckendes Bauwerk anschauen. Nämlich die dortige relativ neue Hängebrücke. Der Abstecher hat sich gelohnt. Wir werden belohnt mit einem gigantischen Anblick bei schönstem Wetter. Ein Meisterwerk moderner Architektur!

Spanien 2017 08.05

Spanien 2017 08.05

Reisen macht schon ganz schön hungrig Aber wenn das Frühstück verspätet und dann noch unter freiem Himmel eingenommen wird, ist es wirklich der doppelte Genuß;)

Spanien 2017 08.05

Der klimatische Unterschied zwischen Auvergne und Cevennen war schon extrem und je weiter wir nach Süden fahren, desto spür- und sichtbarer wird er für uns. Plötzlich haben wir 29 Grad Aussentemperatur und im Landy wirds auch entsprechend warm. Also Fenster runter und Fahrtwind um die Nase blasen lassen. Es riecht so anders und das Landschaftsbild ist plötzlich geprägt von Oleander, Olivenbäumen, Weinreben und blühenden Mohnfeldern. Einfach herrlich nach so viel Kälte und Nässe in der Heimat.

Spanien 2017 08.05

Das schöne Wetter bleibt, aber der südliche Flair ist vorerst nur ein kurzes Intermezzo. Das stört uns überhaupt nicht. Ich bin immer wieder überwältigt vom pulsierenden Leben in Andorra. Hier wird eine schroffe und manchmal auch unwirtliche Bergwelt kombiniert mit all dem Luxus, den man normalerweise nur in größeren Städten vermutet. Der erste Ort Pas de la Casa nach der Grenze zu Andorra lässt uns das gleich hautnah spüren. Das Angebot ist gigantisch und es dauert auch nicht lange, bis ich die dringend nötigen Wanderschuhe für mich gefunden habe. Es gibt allein drei Tankstellen nur allein in diesem kleinen Ort. Der Tankwart fängt sofort an, mit Claire zu flirten und entpuppt sich doch tatsächlich als Musher. Er ist Besitzer eines Hundegespannes, bestehend aus 14 Malamuts und Huskies. Wow, wir sind beeindruckt als er sein Handy zückt und uns Bilder zeigt. Und wo könnte man solchen Hunden gerechter werden als in den Höhen von Andorra!

Spanien 2017 09.05

Spanien 2017 09.05

Ein Cafe au Lait mit Croissant zur Stärkung gehört natürlich unbedingt dazu!

Spanien 2017 09.05

… und weiter gehts zum Baguette kaufen für die anschließende Wanderung. Es hat mich sehr gewundert, daß ich hier nirgends französisch gehört habe. Auf Nachfrage hat man mir erklärt, dass hier fast nur katalanisch gesprochen wird. Und dass es hier so gut wie nie Regen gibt, nur Schnee und/oder Sonne. Aber etwas fehlt hier auf Dauer doch: und das ist die Stille….

Spanien 2017 09.05

Spanien 2017 09.05

Die holen wir uns aber gleich im Anschluss. In Grau Roi starten wir zu einer wunderschönen Wanderung.

Spanien 2017 09.05

Es gibt hier vereiste Seen, viele Felsen und je höher wir kommen, desto mehr laufen wie über mehr oder weniger festen und so gut wie unberührten Schnee.Wunderschön aber doch sehr kräftezehrend. An dieser Stelle möchte ich einmal meinen größten Respekt an unsere Hundeomi Lilli aussprechen, die uns gleich bei der ersten Wanderung gezeigt hat, was es heißt, ein richtiger Terrier zu sein. Große Klasse, Lilli!

Spanien 2017 09.05

Spanien 2017 09.05

Spanien 2017 09.05

Geschafft!!!

Mittwoch, 10.05.2017

Hola Ihr Lieben, heute geht’s weiter nach Spanien. Aber zuerst machen wir noch einen Abstecher nach Andorra de la Vella. Schließlich ist das Parfüm noch nicht gekauft:)). Wir sind noch etwas früh dran und die Läden haben größtenteils noch geschlossen. Also nutzen wir die Zeit, um uns in einem Restaurant mit dem obligatorischen Milchkaffee zu stärken. Und siehe da, es gibt sogar wifi.  Schnell bearbeiten wir noch unsere Post.

An der Grenze zu Spanien wurden wir diesmal kontrolliert Wir mussten sogar die Wohnkabine öffnen. Aber als der nette Zöllner unsere zwei Wachhunde am Eingang stehen sah, durften wir gleich wieder zumachen. Brave Lilli und Claire! Weiter geht die Fahrt und es wird nach der frischen Bergluft auch wieder wärmer.                   

Auf ca. 1500 m Höhe beginnt unsere erste Offroadtour. Es geht durch das Valee de Aquilar, das wunderschön ist. Es gibt enge Schluchten und hoch aufragende rote Felsen. Man fühlt sich fast ein bisschen in den Grand Canyon versetzt. Auch unseren ersten Adler haben wir heute gesehen. Einige km fährt noch ein deutsches Motorradtrio vor uns her. Die geben dann irgendwann auf und drehen um. Verständlich, denn ihre Strassenmaschinen sind einfach nicht geeignet für die immer schlechter werdenden Piste. Peter indessen läuft zur Hochform auf und ich genieße meine ersten Hitzewallungen. Irgendwann bekomm ich dann die Aufforderung, mich endlich zu entspannen und stelle fest, dass einfach nicht hinschauen eine gute Option ist. 

Ganz langsam schraubt sich die Piste auch wieder auf ein für mich erträgliches Höhenmaß hinunter. Fazit: Peter fands klasse und freut sich schon auf die nächsten Trecks. Und ich gebe zu, dass ich mich erst wieder an solche Aktionen gewöhnen muss:))

Den Abend lassen wir heute in La Pobla de Segur ausklingen. Es gibt hier einen angenehmen Womo-Stellplatz ganz in der Nähe eines schönen Sees mitten im Grand Canyon;). 

Irgendwie scheint das mit dem Wetter noch nicht so richtig zu klappen. Unser Übernachtungsplatz ist zwar angenehm ruhig, aber in der Nacht regnet es wirklich ununterbrochen.

  

Donnerstag, 11.05.2017

Und auch auf der Weiterfahrt: Regen, Regen, Regen….

Aber irgendwann lässt sie sich doch dann tatsächlich wieder blicken, die Sonne und bleibt uns sogar bis zum Abend erhalten.

Freitag, 12.05.2017

Unsere heutige Offroadstrecke führt uns auf ein wunderschönes Hochplateau. Weiden soweit das Auge reicht.

Und wenn man genauer hinschaut, kann man die Tiere, deren Hinterlassenschaften man schon die ganze Zeit gesehen hat, auch tatsächlich entdecken.

Unser Highlight an diesem Tag ist Schlucht Foz de Lumbier. Wir starten mittags zu einer Wanderung bei angenehmen Temperaturen und werden reichlich belohnt. Hier ein paar Eindrücke.

 

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