Erste Woche Sardinien

 

Von Golfo Aranci ging es erst mal von der Ostküste über den Monte Limbara Richtung Porto Torres auf die Westküste zu. Die oft so hoch gelobte Costa Smeralda und den Norden ließen wir aus. Dort ist man in der Hauptsaison mit einem Womo weniger gern gesehen, außer man zahlt horrende Preise für einen Stellplatz. Da wir uns nicht sicher waren, ob das in der Nebensaison immer noch der Fall ist, sind wir guten Gewissens weitergefahren. Schließlich gibt es auf Sardinien noch viele andere schöne Plätze.

Am Lago di Liscia schliefen wir an einen ruhigen Platz direkt am Ufer, den wir uns aber mehr als verdienen mussten. Die Straße dorthin war sehr schmal und holprig. Aber das eigentliche Problem waren geschlossene Weidetore. Zum Glück waren an der entscheidenden Stelle zwei sehr nette ältere „Herren“, die sich daran zu schaffen machten. Sie öffneten nicht nur die Tore, sondern zeigten uns auch noch den Weg, als wir schon fast kurz davor waren, aufzugeben. Und es hat sich gelohnt!Wir verbrachten einen Nachmittag und eine Nacht in fast vollkommener Stille, nur unterbrochen von den Glocken einer vorbeiziehenden Schafherde.

Dank einiger Offroadtracks auf Wikiloc fanden wir den Weg auf den Limbara auch abseits der normalen Straßen. Die Strecke fing relativ gemäßigt an, wurde aber mit jedem Höhenmeter steiler, enger und holpriger. Ich war sehr erstaunt, wie mühelos unser Defender das bewältigte. Und ebenso erstaunt waren die auf der Höhe entgegenkommenden Fußgänger, wie man deutlich an deren Blicken und Reaktionen sehen konnte. Der Anstieg hatte uns hungrig gemacht und so gabs erstmal ein zweites Frühstück mit gigantischem Ausblick und in Gesellschaft deutscher Motorradfahrer. Zurück gings dann aber auf einer Straße für „ganz normale Leute“:)).

In der Nähe von Argentiera, einem alten Bergarbeiterdorf, entdeckten wir durch Zufall weitere Offroader unweit des Meeres auf einer Anhöhe stehen. Zu denen gesellten wir uns für eine Nacht und notierten uns die Koordinaten dieses Traumplatzes im Navi. Stehen direkt am Meer und kochen mit Blick darauf. Was will man mehr? Dafür wurde die Nacht dann etwas unruhig. Es stürmte was das Zeug hält. Dazu starker Regen und heftige Gewitter. Morgens konnten wir dann sogar einen kleinen Wirbelsturm beobachten, der sich landeinwärts der Küste näherte. An den Felsen dort angekommen, löste er sich plötzlich in Luft auf. Ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Weiter ging die Fahrt über das Capo Caccia nach Alghero. Dass das Cap eine beeindruckende Sehenswürdigkeit ist, wissen anscheinend noch mehr. Schon deutlich vor dem Ziel parkte Fahrzeug an Fahrzeug am Straßenrand und das trotz Nachsaison. Die meisten Besucher steuerten allerdings die Grotte an, die auf Meereshöhe über 600 Stufen zu erreichen ist. Den restlichen Tag und die Nacht verbrachten wir am Strand von Mugoni. Wunderschön zum „beachen“. Feinster heller Sand und glasklares Wasser in den schönsten Türkis- und Blautönen. Die Stelle war es wirklich wert, den Vormittag am Strand zu verbringen.

Nach den Paar Tagen am Meer zog es uns mal wieder in die Berge. Die Tour führte zunächst auf Asphalt von Bosa aus über das mit beeindruckenden Wandmalereien verzierte Suni nach Santu Lussurgiu und über Schotterwege des Monte Ferru wieder ans Meer zurück. Der Übernachtungsplatz beim Torre Punta de Foghe bescherte uns einen grandiosen Sonnenuntergang und egal, zu welchem Fenster man aus dem Womo schaute, man sah immer das Meer.

2 thoughts on “Erste Woche Sardinien

  1. Hallo Martina…Peter…

    ich habe gerade erst gesehen…ihr seid auf Sardinien Unterwegs gewesen, die Bilder stocken den Atem…wunderschön…die Bilder sagen mehr als tausend Worte…man könnte neidisch werden 😉

    Martina, hier ist meine Handy Nr 0043 664 79 92 547
    kannst mir auch deine Nr schicken wenn magst, ich würde mich echt freuen, mal dich zu sehen…wer weiss??? wo seid ihr jetzt „zu Hause“?? ich schreibe Dir noch E-mail …ganz lieben Gruß aus Ötztal…Jolant

    Ich habe mich mit Antosch Ende April verabschiedet, 18 Jahre Alt ist er geworden……

    1. Hallo Jolanta,

      wir sind leider schon wieder Zuhause. Martina meldet sich mal bei dir.

      Liebe Grüße,
      Peter

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