In Griechenland auf dem Weg nach Albanien

Fr. 10.05.2015: Durch den Ausfall einer Fähre kamen wir mit einem Tag Verspätung in Igoumenitsa – Griechenland an. Schnell fanden wir einen ruhigen Platz direkt am Strand. Nach ein paar Minuten rollten wir die Markise aus. Nicht weil es zu sonnig wurde, sondern weil es anfing zu tröpfeln. Selbst in Griechenland will es immer noch nicht warm und sonnig werden. Der Tag entwickelte sich dann doch besser als vermutet.

Da wir schon mal in Griechenland angekommen sind, möchten wir uns bis nach Albanien etwas Zeit lassen und den grünen Norden hier etwas erkunden.

Di. 14.05.2019: Seit Tagen ist unbeständiges Wetter. Regen und Sonne wechseln sich tgl ab. Wir fahren entlang der Westküste Richtung Süden. Parga, ein nettes aber im Sommer sicherlich überlaufenes Örtchen, läd uns zu einem ausgiebigen Bummel ein. Am Nachmittag kommen wir bei Sonnenschein auf der Insel Lefkas an.

Mi. 15.05.2019: Da es heute Morgen wieder mal regnete, steuerten wir in der Hoffnung besseres Wetter zu finden, den südlichsten Punkt der Insel, das Cap mit seinem Leuchtturm an. Endlich Sonne! Leider ist das Cap wenig zum Verweilen geeignet. Deshalb fahren wir noch ein paar Kilometer weiter und finden bei bestem Badewetter einen fast einsamen Strand mit verlassenen Bretterbuden. Der Rest des Tages ist der Sonne und dem kristallklaren, türkisfarbenem Wasser gewidmet.

Sa. 18.05.2019: Lefkas haben wir einmal umrundet. Wir waren begeistert von den vielen, meist nur wenige Meter vom Wasser gelegenen Stell- und Badeplätzen.

Mo. 20.05.2019: In Amfilochia übernachten wir zur Abwechslung einmal nicht am Strand sondern in einer Stadt, direkt am kleinen Fischer-Hafen. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen abends fürstlich Fisch und Oktopus essen. Zum ersten mal haben wir dort frei lebende Meeresschildkröten gesehen. Ein Fischer, der uns frische Scampis verkaufte, meinte, dass es in dieser Bucht besonders viele und noch größere Exemplare davon gibt. Martina, als bekennender Schildkrötenfan, stand die Begeisterung förmlich im Gesicht.

Di. 21.05.2019: Wir steuern nun mit großen Schritten Albanien an und finden an einem See eine ruhiges Plätzchen für die Nacht. Außer dem Froschgequake und dem morgendlichen Vogelgezwitscher war dort völlige Ruhe.

Do. 23.05.2019: Zwischenzeitlich haben wir die letzte größere Stadt in Griechenland, Ioannina, hinter uns gelassen. Wir durchquerten die Wälder der nordgriechischen Berge im Gebiet der Zagoridörfer und übernachten an einem auf 1300m hoch gelegenen Stausee. Erstaunlich, dass in dieser Einöde ein so traumhafter Platz als offizieller Womo-Stellplatz ausgezeichnet ist.

Fr. 24.05.2019: Zum Teil auf Schotter- und Waldwegen folgen weitere schön renovierte Zagoridörger. Meist schön kühl auf ca. 1000m gelegen dienen sie den Touristen im Sommer als erträgliche Alternative zur meist überfüllten und heißen Küstenregion.

Am Ende des Tages genießen wir noch den Blick in die Vikos-Schlucht und finden in der Nähe eine Wiese auf der (kostenloses) Campen offiziell erlaubt ist.

So. 26.05.2019: Unweit der Griechischen Grenze haben wir in der Karten-App einen Schwefelpool entdeckt. Über Serpentinen schrauben wir uns neugierig hinunter zum Fluss Sarantaporos. Der Geruch nach faulen Eiern kündigt an, was uns unten erwartet. Eine Bade- Kuranstalt mit verschiedenen Becken, gespeist aus einer Schwefelquelle. Warum nur sieht alles so ungenutzt und teils verfallen aus?

Kurz darauf verlassen wir Griechenland über die Grenze bei Melissopetra nach Albanien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.