Unser Traum Nummer 1

 

Hier möchte ich euch von unserem Traum Nummer 1 erzählen. Dem ersten Schritt aus der Normalität.

Beide hatten wir einen gute Job beim „Daimler“. Wir verdienten gutes Geld, hatten in der Entwicklung ein interessantes Betätigungsfeld und zumindest meist nette Kollegen. Allerdings fehlte noch irgendwas zum wirklichen Glück. Wir machten damals einmal im Jahr schon mindestens für vier Wochen Urlaub im Wohnmobil. Dies war genau das, was uns im täglichen Leben fehlte, die Möglichkeit zu tun was einem gefällt, also frei zu sein.

Als Martina und ich uns 1989 kennen lernten, brachte Martina einen Hund mit in die Partnerschaft. Ich selbst hatte absolut keine Ahnung von dieser Gattung Tier. Es reizte mich mehr darüber zu erfahren und belegte so einen Hundeerziehungskurs im nahegelegenen Hundeverein. Über die Zeit keimte in mir der Wunsch selbst Hundeerziehungskurse anzubieten. Ich bildete mich weiter und besuchte passende Seminare. Nach ein paar Jahren bot sich für mich die Gelegenheit in einem Hundeverein das Amt des Übungsleiters zu übernehmen. Da sich meine „modernen“ Methoden ständig mit den „antiquierten“ Ansichten der der alten Hundler in die Quere kamen, war dies nicht von langer Dauer. Ich kündigte im Verein und gründete eine eigene private nebenberufliche Hundeschule.

 

Hundeschule GÖppingen

 

(Übrigens war www.kynos.de mein erster Internetauftritt und kommt von Kynologie – die Lehre vom Hund).

Der Erfolg zeigte mir, dass ich mit meiner Ansicht von Hundeerziehung genau auf dem richtigen Weg war. Toll wäre es, wenn ich damit meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte – träumte ich.

Im Oktober 2000 kam unser Sohn Kai auf die Welt. Martina war im Erziehungsurlaub und ich erfüllte meine Pflicht beim „Daimler“. Klar war es aber auch, dass ich mir die Möglichkeit des „Vaterschaftsurlaubs“ nicht entgehen lassen wollte. Die zweiten Hälfte übernahm ich und beschäftigte mich intensiv mit unserem Sohn. Weiterhin gab ich Kurse für Hundebesitzer. Fast zeitgleich tat sich für uns eine Chance auf, die wir uns nicht entgehen ließen. Wir kauften ganz spontan ein außergewöhnliches Anwesen mit der Möglichkeit eine Hundepension zu eröffnen.

 

Hundezentrum Göppingen

 

Plötzlich war aus dem „träumte ich“ eine Wirklichkeit entstanden. Spätestens jetzt war mir klar, dass ich den Job beim „Daimler“ an den Nagel hängen werde, denn endlich hatte ich auch bei meiner täglichen Arbeit das sonst immer vermisste Gefühl der Freiheit. Ich konnte mein Arbeitsleben so gestalten wie ich es für richtig empfand. Ich konnte tun und lassen wie ich wollte. Klar musste ich Geld verdienen. Das wurde aber nie als Pflicht empfunden – im Gegenteil.

Da alles so gut lief, kündigte auch Martina ihre Arbeitsstelle relativ schnell und arbeitete mit in UNSEREM Hundezentrum.

 

Hundepension Göppingen

Hundeschule Göppingen

 

Immer wieder wurden wir gefragt, ob das nicht zu riskant sei, einen gut bezahlten und sicheren Job aufzugeben. Wir selbst hatten nie Zweifel daran und es nie bereut. Dies war unser erster Schritt aus der Normalität und die Erfüllung unseres ersten Traumes.

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